Juryentscheidung
Die Jury, bestehend aus den Projektleitern Annette Bockhorst und Ralf Tornau aus der Hauptabteilung Schadenverhütung der Westfälischen Provinzial sowie unabhängigen pädagogischen Beratern hat die eingegangenen Präsentationen der Schulen aus ganz Westfalen gesichtet und eine fachliche Bewertung vorgenommen. So galt es, insgesamt 10 Projekte bzw. Schulen für ihre Ideen und ihr Engagement auszuzeichnen.
Aus einer großen Fülle sehr unterschiedlicher Beiträge fiel es nicht leicht, eine genaue Platzierung zu ermitteln. Vor diesem Hintergrund wurden vier Projekte mit einem Hauptpreis herausgehoben und sechs weitere mit einem Anerkennungspreis prämiert.
Entscheidend war für die Jury ein Bewertungsmix aus verschiedenen Aspekten.
Die Einbindung vieler Schüler, aber auch Eltern und anderer Beteiligter, die Eigeninitiatve der Schüler und dadurch der Beispielcharakter für andere galten als wichtige Kriterien. Daneben wurden der klare Themenbezug zum Vandalismus, die erwartete präventive Wirkung und die klare Aussage in diese Richtung bewertet. Schließlich kamen Originalität und Nachhaltigkeit als weitere Beurteilungsmotive zum Tragen.
Jury-Entscheidung 2008/2009
And the winners are... Äußerst angetan war die Jury vom Projekt „Schülerfirma Pausenspiele“ der Minister Stein in Dortmund. SchülerInnen verleihen hier in den Pausen Spielzeug an MitschülerInnen – eigentlich keine neue Idee. Ausschlagegebend war vielmehr die Ausprägung dieses Angebots und das hohe Maß an Selbstorganisation: Die Mädchen und Jungen dieser Förderschule haben mit einfachsten Mitteln und kleinsten Budget etwas aufgebaut, was eine enorme Akzeptanz unter den MitschülerInnen findet und in hohem Maße Vorbildcharakter haben kann. Herausragend schienen dem Gremium auch die Aktivitäten der Martin-Luther-King Schule in Münster. Was bereits im vergangenen Jahr mit einem Toilettenverschönerungsprojekt (ebenfalls ein Wettbewerbsbeitrag begann) mündete jetzt in einen großen Plan mit zahlreichen Gestaltungsideen im Innen- und Außenbereich der Schule ein. Gemeinsam geben SchülerInnen und LehrerInnen der Förderschule ihrem Lebensumfeld ein umfänglich neues Gesicht – alles unter dem Motto „Identifikation gegen Vandalismus“. Die umfangreichen Bemühungen der Realschule im Kreuzviertel in Münster um ein hohes Maß an Wohlfühlen und Identifikation bewog die Jury zu einer Platzierung unter den Erstprämierten. Die hohe Präsenz von Schüler-Kunst, Engagement bei Pausenaktivitäten, das offenkundig freundliche Miteinander aller Beteiligten überzeugten, einem weiteren Teilprojekt – dem Aufbau einer kleinen Wohlfühloase am Rande des Schulhofs – mit dieser Anerkennung Rückenwind zu verleihen. Der „Raum der Stille“ der Gemeinschaftshauptschule Marsberg wird als Projekt nicht nur gewürdigt, weil hier von SchülerInnen ein Gegenpol zur Alltagshektik geschaffen wurde. Vielmehr hat die vielfältige Nutzung - z.B. als Ort der Streitschlichtung, ruhiger kreativer Präsentationen, für Entspannungsphasen und Lesungen im kleinen Kreis – für die Jury hohen Nachahmungscharakter. Weitere Preisträger Teilweise nur schweren Herzens wurden sechs Projekte und Schulen auf den „Rängen“ platziert. Aber auch diese Schulen erhalten eine kleine Finanzspritze zur Weiterführung oder Belohung ihrer Bemühungen.
Prämiert wurden hier die „Geschwister-Scholl-Realschule“ in Gütersloh für ihre Bemühungen, SchülerInnen in hohem Maße jahrgangsübergreifend in die Gestaltung der Schule einzubeziehen, das Gymnasium Wolbeck für seine vielgestaltigen künstlerischen Aktivitäten gegen Vandalismus und nochmals die Dortmunder Minister-Stein-Schule für ihr Projekt: „Wir erobern uns unsere Schule zurück!“ Die Neugestaltungspläne gegen Vandalismus in der Cafeteria des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Münster, die Konzeption „Kunst und musische Erziehung gegen Vandalismus“ der Gemeinschaftshauptschule Herten sowie das positive Aufgreifen von Graffiti-Kunst mit Schülern an der Städt. Gesamtschule Hattingen verdienen nach Ansicht des Fachgremiums weitere Anerkennungspreise










