Gewinner in der Kategorie Text und Musik
Man kann sich hinsetzen und einen Text zu einem Thema schreiben. Man kann es auch anders machen – so wie die Klasse 7b der Marienschule Dülmen. Die Schüler haben sich, bevor es an’s Texten ging, sehr ausführlich mit dem befasst, was sie ins Visier genommen haben: einerseits haben sich Mädchen und Jungen mit dem Phänomen von Vandalismus befasst und dabei auch seine Bedeutung an der eigenen Schule hinterfragt. Andererseits ging es der Klasse auch darum, grundsätzlich zu erarbeiten, was gute Lyrics ausmachen. Es ist in diesem Projekt keineswegs ein neudeutscher Sprachschlenker, nicht vom Text zu sprechen, sondern von Lyrics. Denn eine Besonderheit liegt auch darin, dass alle Arbeitsergebnisse zweisprachig (in deutsch und englisch) präsentiert wurden. Da wirkt es auch nicht brüchig, wenn am Ende eine englischsprachige Grundlage für einen Song gegen Vandalismus entstanden ist. Diese gründliche Arbeit hob den Dülmener Beitrag in der Wertung der Jury aus anderen heraus – sie sprach ihm den Hauptpreis in der Kategorie „Musik“ zu.
Für die Prämierung kamen besonders folgende Aspekte zum Tragen: • die intensive Auseinandersetzung der SchülerInnen sowohl mit Inhalt und Form ihres Vorhabens macht die Entstehung des Textes zu einem vielschichtigen Lernprozess für alle Beteiligten
• die umfassende Betrachtung des Phänomens Vandalismus – von der Historie bis zur Betrachtung der eigenen Betroffenheit – sensibilisiert nach Ansicht der Jury die beteiligten Jungen und Mädchen für das große Spektrum von Gewalttätigkeit und ihren Hintergründen
• über diesen Weg wird die soziale Kompetenz im Umgang mit Gewaltkonfrontationen und der präventive Effekt des Projekts gestützt
• der erarbeitete Text bietet eine gute Grundlage für die weitere Bearbeitung ganz im Sinne der Verfasser: die Klasse erhält die Möglichkeit, gemeinsam mit erfahrenen Musikern den Song zu vertonen und professionell aufbereitet aufzunehmen
Pressebericht: Was als Reihe im Englisch-Unterricht begann, entwickelte sich zu einem Selbstläufer. Die Klasse 7b der Marienschule darf stolz auf sich sein. Sie gewann mit einem eigens erstellten Songtext den ersten Preis des Provinzial-Ideenwettbewerbes "Kreativ gegen Vandalismus“ - und zwar in der Kategorie Musik. Als Lohn geht's nach den Sommerferien ins Tonstudio, wo die Schülerinnen und Schüler den Titel, der drei Strophen plus Refrain umfasst, gemeinsam mit dem Musiker und Pädagogen Jürgen Sengebusch einsingen werden.
Das Projekt passte einfach perfekt ins Programm, wie Lehrerin Sarah Schilling erläutert. "Das Thema Vandalismus ist zwar an unserer Schule nicht allzu akut, aber wir fanden es dennoch wichtig, uns damit zu beschäftigen. Und dazu einen entsprechenden Liedtext zu kreieren, knüpfte optimal an die vorangegangene Unterrichtsreihe an." Gesagt - getan. Die Siebtklässler entwickelten großen Spaß an der Herausforderung, was sich im Ergebnis widerspiegelt. Klassensprecher Fabian Köhler und Erich Panihin stellten das Resultat mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation den Vertretern der Provinzial-Versicherung vor. Und die waren begeistert, Ralf Tornau und Detlev Kuhlmann verliehen der Klasse am Freitag die dazugehörige Urkunde. "Das Spezielle an diesem Projekt war die Verbindung zwischen dem Thema Vandalismus und kreativen, lyrischen Elementen", sagt Sarah Schilling. Das hat erwiesenermaßen gut funktioniert und gipfelte in einer Auszeichnung, die es in dieser Form für Dülmener Schulen noch nicht gab.
Die Klasse aus Dülmen bei der Preisübergabe.
Aufnahmesession im Studio! Musiker haben eine Komposition zum Text der Dülmener gemacht und die Musik vorproduziert. Im Studiotermin haben dann die SchülerInnen in diesen Tagen Gesang und Rap darüber gelegt. Erste Bilder von den Aufnahmen gibt es schon hier! Die Aufnahmen müssen nun noch durch die Produktion und sind dann auch hier zu hören....











