Gewinner des Wettbewerbs 2014/15

In 2014/15 stand der Wettbewerb "Kreativ gegen Vandalismus" unter dem Motto: "Zeigt, was ihr bewegt!" Das haben einige Schulen sehr eindruckvoll getan.
Als Hauptgewinner (Schulen mit einem herausragenden Profil gegen Vandalismus und für ein lebenswertes Schulumfeld) wurden gewählt:

Als beste Projekte im Sinne unseres Wettbewerbs wurden ausgewählt:


Städtisches Marien-Gymnasium Werl

"Schule als gemeinsamen Lebensraum gestalten, statt gegen Vandalismus zu verwalten"  (Hauptgewinner: Herausragendes Schulprofil)

Das Marien-Gymnasium aus Werl kann über Jahre belegen, dass es dort nicht um einzelne Projekte gegen Vandalismus, sondern um das Verständnis von Schule als Ort des gemeinsamen Lebens geht.
Entscheidend dafür ist die kontinuierliche Absicherung, ob der Lebensraum Schule den Bedürfnissen der jeweiligen Schülergeneration entsprechend gestaltet ist - oder Um- oder Neugestaltung erfahren muss. Darin ist die Schule geübt: Partizipation der SchülerInnen steht nicht nur auf dem Papier. Den größten Anstoß geben sie selbst - koordiniert über eine herausragend aktive Schülervertretung.

Spielzeugcontainer, Bolderwand, Kicker, Billard und Zugang zur Mensa für die Pausengestaltung, Wandgestaltungen - im offenen Raum wie auch in Toiletten im Klassenkontext -, politisches und ökologisches Engegament vor Ort, Diskussion um den Unterricht im Freien und die jährliche Schülerbefragung... in Werl Teile eines großen überzeugenden Gesamtbildes.

Mehr dazu auch in unsererem Kreativpool.

Spielecontainer auf dem Pausenhof
Bolderwand
Graffitis - erlaubt und schön
SchülerInnen im SV-Interview

Märkisches Gymnasium Iserlohn

"Gib Vandalismus keine Chance" - eine facettenreiche Anti-Vandalismus-AG
(Hauptgewinner: Herausragendes Schulprofil)

Auch das Märkische Gymnasium aus Iserlohn zeigt dem Vandalismus auf den verschiedensten Bühnen des Schullebens die Rote Karte: es geht u.a. um Wand- und Toilettengestaltungen, die Schülerbibliothek, die Einbindung des Streitschlichterprogramms, ein Sporthelferangebot, den Müllpickdienst und Möglichkeiten einer effektiveren Müllentsorgung sowie schließlich die Frage, wie im Sinne einer Identitätsförderung am "Style" der AG und der Schülerschaft gearbeitet werden könnte.
Das Besondere an der Anti-Vandalismus-Ag des Märkischen Gymnasiums: zu den einzelnen Themenschwerpunkten sind jeweils Untergruppen gebildet worden, in denen SchülerInnen aus den Klassen 5, 8 und der Q1-Stufe eng zusammenarbeiten. Damit wird dem klassenübergreifenden Engagement und der umfassenden Identifikation mit den AG-Zielen ein optimaler Boden bereitet.

Mehr dazu auch in unsererem Kreativpool.

Gymnasium Schloss Neuhaus

"Der kleine Knigge-Kurs"
(Gewinner: Bestes Einzelprojekt)

Am Gymnasium Schloss Neuhaus (Paderborn) kann man im Jahrgang 10 das Fach Rechtskunde als Gesellschaftswissenschaft wählen. Zunächst beschäftigt man sich im Unterricht damit, was das Recht ist, welche Funktionen es hat und wo es herkommt, also welche „Wurzeln“ es hat. Das erscheint erst einmal sehr theoretisch.

Sehr praktisch hat es der Kurs gemacht, der sich im Kreativwettbewerb 2014/15 beworben hat:  O-Ton der SchülerInnen: "Höhere Strafen, mehr Kontrollen oder Kameras? Alles gute Möglichkeiten. Aber wir wollten zusätzlich an den „Wurzeln des Rechts“ ansetzen, also an Höflichkeit und gutem Benehmen. Für Höflichkeit und gutes Benehmen steht der Name „Knigge“ –  die Projektidee war geboren … kreativ gegen Vandalismus –  der Knigge-Kurs für ein besseres Miteinander.

Was zunächst als Diskurs im Jahrgang begann, entwickelte sich rasch zu einem bunten Programm für alle: Knigge-Wettbewerbe in drei Varianten (für Unter-, Mittel und Oberstufe), Tipps und Präsentationen am Tag der Offenen Tür zogen den Kreis um die gesamte Schulgemeinschaft. Alles mündete schließlich sogar im Angebot für eine "Knigge-Tour": Klassen können eine Präsenation quasi buchen und Anregungen für ihr Miteinander(n) bekommen und trainieren.

Mehr dazu auch in unsererem Kreativpool.

Der "Knigge-Kurs"
Offener Wettbewerb für MitschülerInnen
Präsentationen "on Tour"
Ergebnisevaluation

Overbergschule Ahlen

"Hygiene-Buddies"  (Gewinner: Bestes Einzelprojekt)

Die Toiletten sind bei etlichen Schulen ein Problemfeld und waren folglich bereits häufiger im Brennpunkt unserer Wettbewerbe. Die Jahrgangsstufen 5 und 6 der Overbergschule Ahlen haben sich jedoch in besonderer Weise dem Thema gewidmet. An der Schule gibt ein Buddy-Programm, in dem sich SchülerInnen-Gruppen bestimmten Themen als "Paten" widmen. Um eine große Akzeptanz und Unterstützung der sogenannten Hygiene-Buddys zu gewährleisten, war es wichtig bei der Planung des Projekts eine breite Schülerschaft anzusprechen.

Mit einer Fragebogenaktion gelang es, das Thema produktiv ins Blickfeld der gesamten Schülerschaft zu rücken.Die MitschülerInnen erfuhren, dass das Thema kein Tabu ist, differenziert betrachtet und - vor allem - mit Perspektiven belgt werden kann.

Die Befragung ergab ein genaues Bild über die derzeitige Situation auf den Toiletten der Jungen und Mädchen. Es zeigte sich z.B., dass viele Schüler, insbesondere die Mädchen den Gang  zur Toilette mieden.  Basierend auf den Ergebnissen ergaben sich dann Pläne für bauliche und gestalterische Maßnahmen sowie für organisatorische Regelwerke. Das sich regelmäßig treffende Team der Buddys wird so zum kompetenten Sprachrohr der Schülerschaft - auch gegenüber weiteren Entscheidungsträgern.

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Planungen und Auswertungen
Auswertungsbogen
Intensive Diskussionen
Neue WC-Regeln
Presse zur Preisübergabe